Vergleich

Notion vs Obsidian

Notion

Notion

4.4/5

Notion anzeigen →
VS
Obsidian

Obsidian

4.6/5

Obsidian anzeigen →
Schnelles Urteil

Notion punktet bei Zusammenarbeit und Bedienbarkeit, Obsidian bei Privatsphäre und Geschwindigkeit.

AutorVon Ruud Caris18 Dezember 2025

Vergleich auf einen Blick

Merkmal
Notion
Obsidian
Gratis-Plan
Ja, unbegrenzt für Einzelpersonen
Ja, komplett ohne Einschränkungen
Preis ab
$ 10 pro Monat (jährlich)
$ 4 pro Monat für Sync (jährlich)
Plattformen
Mac, Windows, iOS, Android, Web
Mac, Windows, Linux, iOS, Android
Datenspeicherung
Cloud (mit Offline-Modus)
Lokal (Markdown-Dateien)
Datenbanken
Erweitert (mehrere Views)
Bases (neu, basic)
Zusammenarbeit
Echtzeit, Kommentare, Berechtigungen
Begrenzt, über Dateifreigabe
AI‑Funktionalität
Ja, Agents integriert
Über Plugins (nicht native)
Desktop‑Geschwindigkeit
Gut, aber Ladezeiten
Sehr schnell, direkt
Mobile App
Langsam, viele Beschwerden
Verbessert seit 2025
Lernkurve
Mittel, viele Optionen
Steil, Markdown erforderlich
Plugins/Erweiterungen
Begrenzt, native Funktionen
1800+ Community‑Plugins
Offline arbeiten
Ja, seit August 2025
Ja, immer (local‑first)

Du hast zu viele Notizen. Sie liegen überall verstreut. Und du weißt: So geht es nicht weiter. Notion und Obsidian sind die zwei Namen, die immer wieder auftauchen. Ich habe beide monatelang genutzt. Hier ist, was du wissen musst.

Notion kurz erklärt

Notion ist ein All-in-One‑Workspace. Notizen, Datenbanken, Projektmanagement, Wikis – alles geht. Du baust Seiten mit Blöcken, ziehst Dinge per drag-and-drop herum, erstellst Tabellen, die auch Kalender sein können. Sieht sauber aus. Teams nutzen es gern. Seit November 2025 hat Notion sogar AI Agents, die Aufgaben für dich erledigen. Und endlich: vollständiger Offline‑Modus.

Obsidian kurz erklärt

Obsidian ist eine Notiz‑App, die anders denkt. Alles bleibt lokal auf deinem Rechner. Du schreibst in Markdown. Es setzt automatisch Links zwischen deinen Notizen und zeigt sie in einem visuellen Graphen. Seit November 2025 gibt es auch „Bases“ – eine native Datenbank‑Funktion. Für Leute, die Privatsphäre ernst nehmen und ihre Daten wirklich besitzen wollen. Nicht für Menschen, die es maximal einfach möchten.

Notion vs Obsidian: die Unterschiede

Der größte Unterschied? Wo deine Daten leben. Notion läuft in der Cloud. Alles liegt auf deren Servern. Du loggst dich ein, arbeitest, und es synchronisiert automatisch. Seit August 2025 kannst du auch offline arbeiten, aber im Kern bleibt es cloud‑basiert. Obsidian macht das Gegenteil. Deine Notizen sind einfach Dateien auf deinem Computer. Markdown-Dateien, die du mit jedem Texteditor öffnen kannst. Kein Vendor Lock-in. Keine Sorge, was passiert, wenn die Firma morgen dichtmacht.

Diese Entscheidung hat Folgen. Notion fühlt sich sofort vertraut an. Du klickst, tippst, ziehst Dinge per drag-and-drop herum. Obsidian verlangt von dir, Markdown zu lernen. Doppelte Sternchen für fett. Rauten für Überschriften. Doppelte eckige Klammern für Links. Man gewöhnt sich dran, aber die erste Woche? Frustrierend.

Dann die Datenbanken. Notion ist hier klar stark. Du erstellst eine Tabelle, fügst Properties hinzu, wechselst mit einem Klick zu einem Kanban-Board oder einer Kalenderansicht. Filter, Sortierungen, Relationen zwischen Datenbanken – ziemlich leistungsfähig. Bis November 2025 hatte Obsidian dem nichts entgegenzusetzen. Aber dann kamen die “Bases”. Native Datenbankfunktionen mit map views und list views. Ehrlich? Noch nicht so ausgereift wie bei Notion. Aber der Abstand ist deutlich kleiner geworden.

Zusammenarbeit ist ein anderes Thema. Notion ist für Teams gebaut. Echtzeitbearbeitung, Kommentare, Mentions, Berechtigungen – funktioniert einfach. Du siehst, was andere tippen, während sie tippen. Obsidian? Da arbeitest du meistens allein. Du kannst Dateien über Dropbox oder iCloud teilen, aber echte Zusammenarbeit in Echtzeit? Vergiss es.

Die Geschwindigkeit unterscheidet sich stark. Obsidian öffnet sofort. Klick, Tipp – keine Ladezeit. Notion muss Daten von Servern laden. Das spürst du. Besonders auf dem Smartphone. Die Obsidian-App war lange beim Starten quälend langsam, aber seit den Updates 2025 ist das deutlich besser. Die Notion-App bleibt dagegen träge.

Und dann die KI. Notion hat seit September 2025 „Agents“ integriert. Die können Fragen beantworten, Texte schreiben und Aufgaben erledigen. Steckt in den teureren Plänen. Obsidian hat das nicht. Dafür gibt’s 1800+ Community‑Plugins. Manche integrieren AI‑Tools, aber eben nicht nativ. Am Ende ist es eine Prioritätsfrage: Willst du eingebaute KI oder vollständige Kontrolle?

Die Preise im Vergleich

Notion hat einen Gratis-Plan. Für Einzelpersonen ziemlich solide: unbegrenzte Seiten und Blöcke. Aber nur 5 MB pro Datei-Upload und 7 Tage Verlauf. Willst du mehr? Plus kostet 10 USD pro Monat (Jahresabo) oder 12 USD monatlich. Business mit diesen AI Agents? 20 USD pro Monat im Jahresabo.

Obsidian ist kostenlos. Komplett. Alle Kernfunktionen. Keine Einschränkungen. Willst du Cloud‑Sync? Das kostet 4 USD pro Monat (Jahresabo) oder 5 USD monatlich. Willst du Notizen online veröffentlichen? Publish kostet 8 USD pro Monat (Jahresabo) oder 10 USD monatlich. Aber wie gesagt: Für lokale Nutzung zahlst du nichts.

Ehrlich? Für Einzelpersonen ist Obsidian günstiger. Es sei denn, du brauchst diese AI Agents wirklich. Für Teams ist Notion naheliegender, aber dann zahlst du eben pro Person. Die Kosten summieren sich schnell.

Fazit

Nimm Notion, wenn du mit anderen arbeitest, Datenbanken intensiv nutzt und die neuen KI‑Features spannend findest. Es ist benutzerfreundlicher und sieht einfach stimmiger aus. Und der Offline‑Modus räumt das größte Gegenargument aus dem Weg.

Nimm Obsidian, wenn Datenschutz und Geschwindigkeit für dich an erster Stelle stehen. Wenn du deine Daten lokal haben willst. Wenn du bereit bist, Markdown zu lernen. Mit den Bases ist der Abstand zu Notion kleiner geworden. Und es bleibt kostenlos.

Ich selbst? Ich nutze Obsidian für persönliche Notizen und Wissen. Notion für Projekte, an denen andere beteiligt sind. Du musst nicht wählen. Aber wenn doch: Obsidian für Denker, Notion für Macher.

Welches passt zu dir?

Wähle Notion, wenn du...

  • viel mit einem Team zusammenarbeitest
  • erweiterte Datenbanken und Projektmanagement brauchst
  • AI‑Unterstützung für Schreiben und Aufgaben willst
  • eine visuell ansprechende und intuitive Oberfläche wichtig findest
  • alles in einer Plattform willst: Notizen, Aufgaben, Wikis und Kalender

Wähle Obsidian, wenn du...

  • Privatsphäre und volle Kontrolle über deine Daten für dich essenziell sind
  • lokale Speicherung ohne Vendor Lock‑in willst
  • bereit bist, Markdown zu lernen für Geschwindigkeit und Flexibilität
  • ein umfangreiches Plugin‑Ökosystem für individuelles Setup wichtig findest
  • nicht für Kernfunktionen bezahlen möchtest

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meine Daten von Notion nach Obsidian exportieren?

Ja, Notion bietet einen Export nach Markdown. Du musst aber manuell nacharbeiten, weil die Struktur abweicht. Es gibt Community‑Tools, die bei der Konvertierung helfen. Es dauert etwas, aber es funktioniert.

Welche Tool ist besser für Einsteiger?

Notion ist für Einsteiger leichter zugänglich. Du klickst und ziehst, alles ist visuell. Obsidian verlangt, dass du Markdown lernst und hat eine steilere Lernkurve. Aber sobald du die erste Phase hinter dir hast, ist Obsidian schneller.

Arbeiten beide Apps offline?

Obsidian funktioniert immer offline, es ist local-first. Notion hat seit August 2025 einen vollständigen Offline-Modus auf Desktop und Mobil. Das war lange Zeit ein deutlicher Nachteil, ist aber jetzt behoben.

Was genau sind diese „Bases“ in Obsidian?

Bases ist die neue Datenbank-Funktionalität in Obsidian, eingeführt im November 2025. Du kannst Tabellen mit Map-Views und List-Views erstellen. Es ist weniger ausgearbeitet als die Datenbanken von Notion, schließt aber eine lange bestehende Lücke.

Sind meine Notizen in Notion sicher?

Notion nutzt Verschlüsselung und hat solide Security. Aber deine Daten liegen auf ihren Servern. Wenn Privatsphäre deine größte Sorge ist, gibt dir Obsidian mehr Kontrolle, weil alles lokal bleibt. Es hängt von deinem Threat Model ab.

Kann ich beide Tools gleichzeitig nutzen?

Klar. Viele nutzen Obsidian für persönliches Wissen und Notion für Teamarbeit. Die beiden ergänzen sich gut. Du musst dich nicht entscheiden, wenn du für beide Use Cases etwas hast.

VS

Notion vs Obsidian