Vergleich

Monday.com vs Jira

Monday.com

Monday.com

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VS
Jira

Jira

4.2/5

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Schnelles Urteil

Jira gewinnt für Entwicklungsteams dank überlegener Agile-Tools und einem kostenlosen Plan für bis zu 10 Benutzer. Monday.com ist besser für nicht-technische Teams, die visuell arbeiten möchten ohne Lernkurve.

AutorVon Ruud Caris10 Januar 2026

Vergleich auf einen Blick

Merkmal
Monday.com
Jira
Kostenloser Plan
Ja - max. 2 Benutzer, 3 Boards
Ja - max. 10 Benutzer, 2GB Speicher
Ab Preis
€9/Monat
€7,50/Monat
Plattformen
MacOS, Windows, Android, iOS, Web
MacOS, Android, iOS, Web
Zielgruppe
Marketing, HR, Sales, Operations
Software-Entwicklungsteams
Lernkurve
Niedrig - intuitiv für Anfänger
Hoch - komplexe Konfiguration
Agile/Scrum Tools
Basis Kanban, begrenzte Agile-Berichte
Vollständiges Scrum/Kanban, Burndown, Velocity
Automatisierungen
Visueller No-Code-Builder
Ausgerichtet auf Dev-Prozesse
Git-Integration
Oberflächlich über Third-Party
Tief integriert (Commits, Branches, PRs)
Benutzeroberfläche
Modern, farbenfroh, visuell
Funktional aber veraltet
Zeiterfassung
Nur im Pro-Plan (€19)
Im kostenlosen Plan enthalten
Integrationen
Slack, Zoom, Gmail, etc.
3000+ über Atlassian Marketplace
Mindestanzahl Lizenzen
Min. 3 Lizenzen, dann Schritte von 5
Keine Mindestanzahl, pro Benutzer

Monday.com und Jira sind beide beliebte Projektmanagement-Tools, aber sie kommen aus komplett unterschiedlichen Welten. Monday.com begann als visuelle Arbeitsplattform für Marketing- und Operations-Teams. Jira wurde von und für Softwareentwickler gebaut. Diesen Unterschied merkst du bei jedem Klick.

Monday.com in Kürze

Monday.com ist eine visuelle Work OS Plattform, mit der du Projekte, Workflows und Aufgaben planen und automatisieren kannst. Die Benutzeroberfläche arbeitet mit farbenfrohen Boards, die du vollständig selbst einrichten kannst. Die Plattform richtet sich an Teams ohne technischen Hintergrund: denke an Marketing, HR, Sales und Operations-Abteilungen. Die Stärke liegt in den No-Code-Automatisierungen und der flexiblen Art und Weise, wie du Spalten und Ansichten anpassen kannst. Du kannst damit nahezu alles erstellen, von einer einfachen Aufgabenliste bis zu einem kompletten CRM-System.

Jira in Kürze

Jira ist ein leistungsstarkes agiles Projektmanagement-Tool, das speziell für Software-Teams entwickelt wurde. Die Plattform dreht sich um Scrum- und Kanban-Boards, Sprint-Planung und detaillierte Berichte wie Burndown-Charts und Velocity-Tracking. Jira integriert sich tief in Entwicklungstools wie GitHub, GitLab und Bitbucket, sodass Entwickler ihre Code-Commits direkt mit Issues verknüpfen können. Es ist zum Standard in der Softwareentwicklung geworden, aber diese Spezialisierung macht es weniger geeignet für nicht-technische Teams.

Monday.com vs Jira: die Unterschiede

Der größte Unterschied liegt in der Zielgruppe und der daraus resultierenden Komplexität. Monday.com hat eine niedrige Einstiegshürde. Du öffnest die Plattform und siehst sofort, was du tun kannst: Boards erstellen, Spalten hinzufügen, Aufgaben ausfüllen. Die Benutzeroberfläche ist farbenfroh und intuitiv. Jira hingegen konfrontiert dich sofort mit Begriffen wie ‚Issue Types‘, ‚Workflows‘ und ‚Schemes‘. Viele Organisationen benötigen einen dedizierten Jira-Administrator, um die Plattform richtig einzurichten. Diese Komplexität hat einen Grund: Jira bietet enorm viele Konfigurationsmöglichkeiten für diejenigen, die sie brauchen.

Im Bereich agiles Arbeiten gewinnt Jira eindeutig. Die Scrum-Funktionalität ist in die Plattform eingebaut. Sprint-Planung, Backlog-Grooming, Velocity-Charts – alles funktioniert out-of-the-box, wie es Entwicklungsteams erwarten. Monday.com hat zwar Kanban-Boards und Timeline-Ansichten, aber es fehlt die Tiefe bei agilen Berichten. Willst du zum Beispiel einen Burndown-Chart? In Jira klickst du ihn an. In Monday.com musst du ihn selbst mit Formeln und Widgets erstellen.

Automatisierung funktioniert grundlegend anders. Monday.com bietet einen visuellen Automatisierungs-Builder, bei dem du mit Dropdowns und Klicks Regeln erstellst wie „wenn Status sich auf Fertig ändert, sende eine Benachrichtigung an das Marketing-Team“. Es ist für jeden zugänglich. Jira hat auch Automatisierungen, aber diese sind mehr auf Entwicklungsprozesse ausgerichtet: automatisch Issues verschieben bei Code-Merges oder Labels basierend auf Branch-Namen hinzufügen. Für nicht-technische Automatisierungen muss man oft auf Third-Party-Tools wie Zapier zurückgreifen.

Ein praktischer Unterschied, auf den viele Teams stoßen: die Integration mit Code-Repositories. Jira zeigt Commits, Branches und Pull Requests direkt in deinen Issues an. Du siehst auf einen Blick, welcher Code zu welchem Ticket gehört. Monday.com hat zwar GitHub-Integrationen, aber die bleiben oberflächlicher. Für Marketing-Teams macht das nichts aus. Für Entwickler ist es ein Dealbreaker.

Die Interface-Erfahrung unterscheidet sich enorm. Monday.com fühlt sich modern und responsiv an. Farben, Emojis, Drag-and-Drop funktioniert reibungslos. Nutzer beschreiben es als „angenehmer anzuschauen“. Jiras Benutzeroberfläche ist funktional, wirkt aber veraltet. Bei großen Projekten mit Tausenden von Issues wird die Cloud-Version langsam. Monday.com hat auch Geschwindigkeitsprobleme bei enormen Datensätzen, aber diese wurden durch aktuelle Infrastruktur-Updates verringert.

Die Preise im Vergleich

Beide Tools haben einen kostenlosen Plan, aber die Bedingungen unterscheiden sich erheblich. Monday.coms kostenlose Version ist auf 2 Nutzer und 3 Boards beschränkt, ohne Integrationen oder Automatisierungen. Jiras kostenloser Plan bietet Platz für 10 Nutzer mit 2 GB Speicher und voller Funktionalität. Für kleine Teams oder Starter ist Jira damit viel großzügiger.

Bei kostenpflichtigen Plänen wird es interessanter. Monday.com startet ab € 9 pro Nutzer pro Monat (Basic-Plan, Jahresabonnement). Der Standard-Plan kostet € 12 und Pro € 19. Achtung: du musst mindestens 3 Seats buchen, danach in Schritten von 5. Brauchst du 4 Nutzer? Dann zahlst du für 5. Jiras Standard-Plan beginnt bei € 7,50 pro Nutzer pro Monat, Premium kostet € 15,41. Jira rechnet pro tatsächlichem Nutzer ohne Mindestanzahl.

Die Preisstruktur von Monday.com frustriert viele Nutzer. Die Tier-Sprünge und Seat-Minimums machen es teurer, als es auf den ersten Blick scheint. Jira ist transparenter: Sie bezahlen für die Anzahl der Nutzer, die Sie haben. Allerdings stiegen Jiras Preise kürzlich um 5-10%, und Monday.com erhöhte seine Tarife ebenfalls. Beide Plattformen werden also teurer, je mehr Sie skalieren.

Ein versteckter Kostenposten bei Monday.com: wichtige Features wie Zeiterfassung gibt es erst im Pro-Plan ab € 19. Bei Jira ist Time Tracking bereits im kostenlosen Plan enthalten. Für Agenturen oder Berater, die Stunden erfassen müssen, macht das einen Unterschied.

Fazit

Monday.com und Jira sind beide ausgezeichnete Tools, aber für völlig unterschiedliche Nutzer. Jira ist der Gewinner für Softwareentwicklungsteams, die agil arbeiten, tief integrierte Entwicklungstools benötigen und einen kostenlosen Plan für maximal 10 Nutzer wünschen. Die Lernkurve und Komplexität sind für technische Teams kein Problem, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist besser.

Monday.com gewinnt für nicht-technische Teams wie Marketing, Sales, HR und Operations. Die visuelle Oberfläche und zugänglichen Automatisierungen machen es für jeden geeignet. Haben Sie 2 Nutzer oder weniger? Dann ist der kostenlose Plan von Monday.com völlig ausreichend. Für größere nicht-technische Teams bleibt Monday.com trotz des höheren Preises die bessere Wahl.

Die Wahl hängt von Ihrer Teamzusammensetzung ab. Arbeiten Sie mit Entwicklern an Software? Wählen Sie Jira. Arbeiten Sie mit verschiedenen Abteilungen an Projekten ohne Code? Wählen Sie Monday.com. Probieren Sie beide kostenlosen Pläne aus – den Unterschied spüren Sie innerhalb einer Stunde.

Welches passt zu dir?

Wähle Monday.com, wenn du...

  • in einem nicht-technischen Team arbeitest (Marketing, HR, Sales)
  • eine visuelle, farbenfrohe Benutzeroberfläche wichtig findest
  • No-Code-Automatisierungen ohne technisches Wissen möchtest
  • CRM- oder Sales-Funktionalität benötigst
  • mit maximal 2 Personen arbeitest (kostenloser Plan)

Wähle Jira, wenn du...

  • Software entwickelst und agile/scrum arbeitest
  • tiefe Git-Integration benötigst (GitHub, GitLab)
  • mit 3-10 Personen arbeitest (kostenloser Plan)
  • detaillierte Sprint-Berichte möchtest (Burndown, Velocity)
  • ein niedrigeres Startbudget hast (€7,50 vs €9)

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Monday.com für Softwareentwicklung verwenden?

Technisch ja, aber es fehlen essenzielle Features für Entwickler wie tiefe Git-Integration und detaillierte Agile-Berichte. Die meisten Entwicklungsteams finden Monday.com zu begrenzt und wählen Jira.

Ist Jira für nicht-technische Teams geeignet?

Jira ist komplex und überwältigend für nicht-technische Benutzer. Die Benutzeroberfläche und Terminologie sind auf Softwareentwicklung ausgerichtet. Marketing-Teams oder HR-Abteilungen sind mit Monday.coms visuellem Ansatz besser bedient.

Welches Tool hat den besten kostenlosen Plan?

Jira gewinnt mit 10 Benutzern und voller Funktionalität. Monday.coms kostenloser Plan beschränkt sich auf 2 Benutzer und 3 Boards ohne Integrationen. Für kleine Teams ist Jira viel großzügiger.

Warum ist Monday.com teurer als es scheint?

Monday.com erfordert mindestens 3 Lizenzen, danach in Schritten von 5. Du hast 4 Benutzer? Dann zahlst du für 5. Auch sind wichtige Features wie Zeiterfassung erst im teuren Pro-Plan von €19 pro Benutzer enthalten.

Kann ich zwischen Monday.com und Jira wechseln?

Beide Tools bieten Export-Optionen, aber eine direkte Migration ist schwierig, da sie unterschiedliche Datenstrukturen verwenden. Du musst manuelle Arbeit erwarten oder Third-Party-Migrationstools einsetzen.

Welches Tool ist schneller bei großen Projekten?

Beide haben Geschwindigkeitsprobleme bei enormen Datensätzen. Jiras Cloud-Version wird langsam bei Tausenden von Issues. Monday.com hatte damit zu kämpfen, aber aktuelle Infrastruktur-Updates (MondayDB 2.0) haben dies verbessert.

VS

Monday.com vs Jira