Freunde für einen Drink, Geburtstag oder ein Wochenende zusammentrommeln. Es beginnt mit einer Nachricht in der Gruppen-App, gefolgt von zwanzig Nachrichten darüber, wer wann kann. Howbout will dieses Chaos durch einen Ort ersetzen, an dem du Kalender teilst, Umfragen erstellst und direkt über deine Pläne chattest.
Wer steckt hinter Howbout?
Howbout Ltd wurde 2019 von Neil Tanna, Jake Jenner und Duncan Cowan in London gegründet. Die drei hatten ein bekanntes Problem: Nach ihrer Studienzeit wurde es immer schwieriger, Termine mit Freundesgruppen zu planen. Endlose Gruppenchats mit der Frage „wann können wir?“ scheiterten in einem Wirrwarr aus Nachrichten, Screenshots von Kalendern und Verwirrung darüber, wer nun konnte oder nicht.
Sie beschlossen, den Planungsprozess mit einer App zu optimieren, die Kalender, Verfügbarkeit und Kommunikation an einem Ort vereint. Das Konzept kam an, besonders bei Gen Z. Inzwischen hat Howbout mehr als 4 Millionen Nutzer und es wurden mehr als 50 Millionen Events über die App erstellt. Das Unternehmen sammelte insgesamt mehr als 13 Millionen Dollar ein, darunter eine Series-A-Runde von 8 Millionen Dollar. Investoren sind unter anderem Goodwater Capital, ACF Investors und Supernode Global. Bemerkenswert ist, dass auch Fußballer Harry Maguire in die Plattform investierte.
Die App entwickelte sich zur beliebtesten sozialen Kalender-App unter Jugendlichen und konzentriert sich weiterhin auf Freundesgruppen statt auf geschäftliche Nutzung. Der Hauptsitz befindet sich noch immer in London.
Für wen ist Howbout?
Howbout richtet sich an Menschen, die regelmäßig mit Freundesgruppen planen. Studenten, die ein Wochenende wegfahren wollen, Freunde, die jeden Monat einen Drink organisieren, oder eine Gruppe, die gemeinsam zu Festivals geht. Die App dreht sich um soziale Planung, nicht um Produktivität oder Arbeitskalender.
Sie ist weniger geeignet für geschäftliche Teams oder Menschen, die ein Tool für Projektmanagement suchen. Der Fokus liegt darauf, Treffen mit Freunden angenehm und einfach zu gestalten, nicht auf Deadlines, Aufgaben oder professioneller Zusammenarbeit. Wenn du hauptsächlich deinen eigenen Arbeitskalender verwalten oder Meetings mit Kollegen planen willst, gibt es bessere Optionen.
Was kann Howbout alles?
Die kostenlose Version bietet alle Kernfunktionen, die du zum Planen mit Freunden brauchst. Für kosmetische Extras wie individuelle Themes und erweiterte Widgets benötigst du ein kostenpflichtiges Abo. Das sind die wichtigsten Möglichkeiten:
- Gemeinsame Kalender mit Freunden: Erstelle einen Kalender für deine Freundesgruppe und sieh auf einen Blick, was ansteht. Jeder kann Events hinzufügen und ändern.
- Verfügbarkeit teilen (Smart Time Matching): Zeige, wann du frei bist, ohne jedes Mal Screenshots deines Kalenders schicken zu müssen. Die App findet automatisch Zeitpunkte, an denen alle Zeit haben.
- Umfragen für Datum und Uhrzeit: Erstelle eine Umfrage mit mehreren Optionen, wann du etwas machen möchtest. Freunde stimmen ab und du siehst direkt, welches Datum am besten passt.
- In-App-Chat pro Event: Jeder Termin hat eine eigene Chat-Funktion. Du musst nicht mehr zwischen deinem Kalender und WhatsApp wechseln, um Details zu besprechen.
- Kalender-Synchronisation (Google, Outlook, iOS): Verknüpfe deine bestehenden Kalender, damit Howbout weiß, wann du beschäftigt bist. Deine Freunde sehen, dass du nicht verfügbar bist, aber keine Details über deine Termine.
- Countdown-Widgets für den Homescreen: Platziere ein Widget auf deinem Handy mit einem Countdown zu deinem nächsten Event. Praktisch, wenn du dich auf ein Festival oder einen Urlaub freust.
Die App funktioniert auf iOS und Android, aber es gibt keine Webversion oder Desktop-App. Alles passiert auf deinem Smartphone.
Was kostet Howbout?
Howbout hat eine kostenlose Version, die alle Kernfunktionen enthält. Du kannst Kalender teilen, Umfragen erstellen, chatten und deine externen Kalender synchronisieren, ohne zu bezahlen. Die meisten Nutzer kommen damit bestens zurecht.
Für $1,99 pro Monat bekommst du Howbout+. Das gibt Zugang zu individuellen Themes, erweiterten Widget-Optionen und Priority-Support. Wenn du jährlich zahlst, kostet es $1,99, was $1,17 pro Monat entspricht. Die kostenpflichtige Version ist vor allem interessant, wenn du die App visuell anpassen möchtest, nicht für zusätzliche Planungsfunktionen.
Es gibt keine kostenlose Testversion für die kostenpflichtige Version. Du musst direkt bezahlen, um die Zusatzfeatures zu testen.
Worauf sollte man achten?
Howbout fordert dich auf, drei Freunde einzuladen, bevor du die App vollständig nutzen kannst. Das kann nervig sein, wenn du erst testen möchtest, ob die App zu dir passt. Es fühlt sich wie eine unnötige Hürde an.
Die App funktioniert nur auf deinem Handy. Es gibt keine Webversion oder Desktop-App, was bedeutet, dass du immer dein Handy brauchst, um etwas zu planen oder zu checken. Wenn du oft am Laptop arbeitest, kann das unpraktisch sein.
Nutzer beschweren sich über Benachrichtigungen, die du bekommst, wenn jemand angibt, nicht an einem Event interessiert zu sein. Das kann nervig sein, besonders in großen Gruppen, wo nicht jeder bei jedem Termin dabei sein muss.
Die Widget-Optionen sind in der kostenlosen Version eingeschränkt. Du kannst einen Countdown platzieren, aber für mehr Anpassungsmöglichkeiten musst du bezahlen.
Howbout Alternativen
Wenn Howbout nicht ganz zu dem passt, was du suchst, gibt es andere Optionen, die besser funktionieren könnten:
- TimeTree: Wähle diese App, wenn du einen gemeinsamen Kalender für deine Familie oder deinen Partner suchst. TimeTree ist besser für Paare und Familien geeignet, mit weniger Fokus auf soziale Gruppen und mehr auf die tägliche Planung.
- Doodle: Verwenden Sie Doodle, wenn Sie einmalig einen Termin mit einer geschäftlichen Gruppe abstimmen müssen. Es konzentriert sich ausschließlich auf die Terminfindung, ohne soziales Netzwerk oder Chat-Funktion.
- Google Calendar: Wählen Sie Google Calendar, wenn Sie vor allem Ihre eigene Produktivität und Ihren Arbeitskalender verwalten möchten. Es ist geschäftlicher und funktionaler, aber weniger visuell und sozial als Howbout.
Häufig gestellte Fragen
Hier sind Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Howbout:
Ist Howbout kostenlos nutzbar?
Ja, die Kernfunktionen wie Kalender teilen, Umfragen erstellen und chatten sind komplett kostenlos. Es gibt ein kostenpflichtiges Abonnement für kosmetische Extras wie individuelle Designs und erweiterte Widgets, aber die sind nicht notwendig, um die App zu nutzen.
Kann ich meinen Arbeitskalender verknüpfen?
Ja, du kannst externe Kalender wie Google Calendar und Outlook synchronisieren. Deine Freunde sehen dann, wann du beschäftigt bist, aber sie bekommen keine Details über deine Termine zu sehen. So bleibt dein Arbeitskalender privat, während du trotzdem zeigst, wann du nicht verfügbar bist.
Können Leute ohne die App mitmachen?
Du kannst Einladungen über einen Link teilen, aber um bei Umfragen abzustimmen oder den Kalender vollständig zu nutzen, müssen Freunde die App herunterladen. Das kann eine Hürde sein, wenn nicht jeder in deiner Gruppe die App installieren möchte.
Fazit
Howbout ist eine praktische App für Freundesgruppen, die regelmäßig planen und nicht länger endlose Gruppenchats über Verfügbarkeit führen wollen. Die Kombination aus Kalendern, Umfragen und Chat an einem Ort funktioniert gut und die kostenlose Version bietet genug Funktionalität für die meisten Nutzer. Die App richtet sich eindeutig an soziale Planung, nicht an Arbeit oder Produktivität.
Das Fehlen einer Webversion und die verpflichtenden Einladungen sind Nachteile, die nicht jedem gefallen werden. Wenn du hauptsächlich am Laptop arbeitest oder erst testen möchtest, ohne Freunde einzuladen, kann das frustrierend sein. Für Studenten und Freundesgruppen, die ihr Handy ohnehin als Hauptgerät nutzen, ist Howbout eine starke Option. Für geschäftliche Nutzung oder wenn du eine Desktop-App brauchst, solltest du dir besser Alternativen ansehen.







