Plaud

KI-gesteuertes Sprachaufnahmegerät (Hardware), das Gespräche aufzeichnet, transkribiert und in Notizen und Mindmaps über eine App zusammenfasst.

Verfügbar auf
WindowsMaciOSAndroidWeb

Vor- und Nachteile

Was uns gefällt

  • Ultradünnes Kreditkartenformat (3mm)
  • Klare Aufnahmen über Vibrationssensor
  • Praktische MagSafe-Befestigung
  • Präzise KI-Zusammenfassungen
  • Lange Akkulaufzeit (30h Aufnahme)
  • Einfache Ein-Knopf-Bedienung
  • Was uns weniger gefällt

  • Abonnement erforderlich für erweiterte KI-Funktionen
  • Kundenservice reagiert langsam/schlecht
  • App hat manchmal Synchronisierungsprobleme
  • Proprietäres Ladekabel
  • Schwierigkeiten mit starken Akzenten
  • Über Plaud

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    Sie sitzen in einer Besprechung und möchten mitschreiben, doch bis Sie Ihren Laptop aufgeklappt haben, ist der Moment schon vorbei. Oder Sie telefonieren mit einem Kunden und versuchen nebenbei Notizen auf einem Zettel zu kritzeln, den Sie später sowieso nicht mehr wiederfinden. Plaud ist ein KI-gesteuertes Sprachaufnahmegerät in Kreditkartengröße, das Gespräche aufzeichnet, automatisch transkribiert und in Notizen und Mindmaps zusammenfasst.

    Wer steckt hinter Plaud?

    Plaud wurde 2021 gegründet und konzentrierte sich von Anfang an darauf, Hardware mit künstlicher Intelligenz zu kombinieren. Das Unternehmen entschied sich bewusst für eine Crowdfunding-Strategie, um ihr erstes Produkt, die Plaud Note, auf den Markt zu bringen. Über Kickstarter und Indiegogo sammelten sie mehr als 3,5 Millionen Dollar ein, was zeigt, dass durchaus Nachfrage nach einem modernen Sprachaufnahmegerät bestand, das über das bloße Aufnehmen hinausgeht.

    Anstatt sich für traditionelle Investoren zu entscheiden, baute Plaud zunächst eine Community von Early Adopters auf, die das Produkt sofort nutzten und Feedback gaben. Dieser Ansatz hat Vor- und Nachteile: Man hat direkt Kunden und Einnahmen, muss aber auch schnell an Tausende von Unterstützern liefern, die hohe Erwartungen haben. Das Unternehmen operiert weiterhin als Bootstrap-Unternehmen, was bedeutet, dass sie nicht von Venture Capital abhängig sind, dafür aber stärker auf Abonnementeinnahmen angewiesen sind, um zu wachsen.

    Für wen ist Plaud geeignet?

    Plaud ist für Menschen gemacht, die viele Gespräche führen und damit etwas anfangen müssen. Journalisten, die Interviews führen, Studenten, die Vorlesungen besuchen, Vertriebsmitarbeiter, die Kundengespräche nachträglich anhören möchten, und Berater, die Besprechungen dokumentieren. Das Gerät funktioniert am besten, wenn man regelmäßig in Situationen ist, in denen man schnell aufnehmen können muss, ohne sich mit Apps oder Einstellungen herumschlagen zu müssen.

    Aber es ist nicht für jeden geeignet. Wenn man keine Lust hat, ein zusätzliches Gerät mit sich herumzutragen, egal wie dünn, gibt es Software-Lösungen, die einfach auf dem Smartphone laufen. Außerdem muss man bedenken, dass die Hardware selbst Geld kostet, unabhängig vom Abonnement. Wer nur nach kostenloser Transkriptionssoftware ohne zusätzlichen Kauf sucht, sollte sich besser nach Alternativen umsehen. Und wenn man starke Datenschutzbedenken gegen Cloud-Verarbeitung über amerikanische Server hat, ist dies wahrscheinlich nicht die erste Wahl.

    Was kann Plaud alles?

    Die kostenlose Version von Plaud bietet 300 Minuten Transkription pro Monat und Basis-Zusammenfassungen. Für unbegrenzte Transkription, erweiterte KI-Funktionen wie Mindmaps und To-do-Listen sowie ausführlichere Zusammenfassungen benötigt man ein kostenpflichtiges Abonnement. Hier sind die wichtigsten Möglichkeiten:

    • Aufnahme über Vibrationssensor: Das Gerät verwendet einen VCS-Sensor (Vibration Conduction Sensor), der Ton über Vibrationen im Telefongehäuse erfasst. Das bedeutet, dass du Telefongespräche aufnehmen kannst, unabhängig davon, welche App du verwendest – WhatsApp, Teams, normales Telefon, egal. Du musst keine Kabel anschließen oder Einstellungen anpassen.
    • KI-Transkription in 112 Sprachen: Plaud wandelt gesprochenen Text in geschriebenen Text in mehr als hundert Sprachen um. Die Genauigkeit ist im Allgemeinen gut, obwohl das Gerät manchmal Schwierigkeiten mit starken Akzenten oder Dialekten hat. Die Transkription erfolgt über die Cloud, nicht lokal auf dem Gerät.
    • Automatische Zusammenfassungen: Nach Abschluss einer Aufnahme kannst du über die App eine von ChatGPT generierte Zusammenfassung erstellen lassen. Das System extrahiert die Kernpunkte und setzt sie in ein übersichtliches Format. Das spart enorm viel Zeit, wenn du ein einstündiges Gespräch hattest und nur die Entscheidungspunkte brauchst.
    • Mindmaps und To-do-Listen: Die KI kann auch visuelle Mindmaps aus deinem Gespräch erstellen oder automatisch Aktionspunkte extrahieren und in eine Aufgabenliste umwandeln. Praktisch, wenn du direkt sehen willst, wer nach einem Meeting was tun muss.
    • Sprechererkennung: Das System erkennt verschiedene Sprecher in einem Gespräch und kennzeichnet diese in der Transkription. Das funktioniert recht gut bei deutlichen Stimmen, kann aber durcheinander geraten, wenn Menschen durcheinander reden oder die Audioqualität schlechter ist.
    • MagSafe-Befestigung: Für iPhone-Nutzer gibt es eine MagSafe-Version, die magnetisch an der Rückseite deines Telefons haftet. Das macht das Gerät einfach mitzunehmen, ohne dass du separat daran denken musst. Für Android-Nutzer gibt es eine Klebeversion.
    • Lange Akkulaufzeit: Das Gerät hält bei einer vollen Ladung etwa 30 Stunden bei kontinuierlicher Aufnahme. Im Standby-Modus hält es noch viel länger. Das Aufladen erfolgt über ein proprietäres Kabel, was bedeutet, dass du das nicht verlieren darfst, wenn du auf Reisen gehst.
    • Einfache Bedienung: Es gibt einen Knopf am Gerät. Drücken startet die Aufnahme, nochmaliges Drücken stoppt sie. Keine Menüs, keine Einstellungen am Gerät selbst. Alles Weitere regelst du über die App.

    Das Gerät selbst ist nur 3 Millimeter dünn, was es dünner als die meisten Kreditkarten macht. Es passt problemlos in die Geldbörse oder Handyhülle. Die Aufnahmen werden lokal auf dem Gerät gespeichert (64GB interner Speicher) und mit der Cloud-App synchronisiert, sobald wieder eine Verbindung besteht.

    Was kostet Plaud?

    Plaud hat einen kostenlosen Starter-Plan mit 300 Minuten Transkription pro Monat und grundlegenden Zusammenfassungen. Das reicht aus, um es auszuprobieren oder für gelegentliche Nutzung, aber wenn du regelmäßig Meetings aufnimmst, sind diese schnell aufgebraucht.

    Der Pro-Plan kostet $1,99 pro Monat oder $1,99 pro Jahr (umgerechnet $1,33 pro Monat). Damit erhältst du mehr Transkriptionsminuten und erweiterte KI-Funktionen. Der Unlimited-Plan kostet $1,99 pro Monat oder $1,99 pro Jahr ($1 pro Monat) und bietet dir unbegrenzte Transkription und alle Premium-Features wie Mindmaps und To-do-Listen.

    Es gibt keine kostenlose Testphase für die kostenpflichtigen Pläne, was schade ist. Du kannst zwar mit dem kostenlosen Plan beginnen, um zu sehen, ob das Tool zu dir passt, aber du bekommst dann nicht das vollständige Erlebnis. Vergiss nicht, dass du neben dem Abonnement auch die Hardware selbst kaufen musst – die kostet etwa $1 für die Basisversion.

    Worauf sollte man achten?

    Der Kundenservice von Plaud wird häufig kritisiert. Nutzer berichten, dass Antworten langsam kommen oder manchmal ganz ausbleiben, besonders bei technischen Problemen. Für ein Produkt, das Hardware und Software kombiniert, ist das ärgerlich – wenn etwas nicht funktioniert, möchte man schnell Antworten.

    Die App hat regelmäßig Synchronisationsprobleme. Aufnahmen, die du machst, erscheinen nicht immer sofort in der App, oder die Transkription hängt sich auf. Das ist frustrierend, wenn du gerade ein wichtiges Gespräch aufgenommen hast und schnell etwas damit machen möchtest. Einige Nutzer berichten auch von Abstürzen oder Bugs beim Generieren von Zusammenfassungen.

    Das Gerät verwendet ein proprietäres Ladekabel. Das bedeutet, dass du nicht einfach ein USB-C-Kabel verwenden kannst, das du ohnehin schon hast, sondern immer dieses spezielle Ladegerät dabei haben musst. Wenn du es verlierst oder vergisst, kannst du das Gerät nicht aufladen, bis du ein neues bestellst.

    Die Transkription hat Schwierigkeiten mit starken Akzenten oder Dialekten. Wenn du viele Gespräche mit Menschen aufnimmst, die kein Standard-Niederländisch oder Englisch sprechen, kann die Genauigkeit deutlich nachlassen. Das gilt eigentlich für alle KI-Transkriptionstools, aber es ist gut zu wissen, dass du den Text wahrscheinlich noch durchlesen und korrigieren musst.

    Deine Daten werden über Google Cloud-Server in den Vereinigten Staaten und über OpenAI verarbeitet. Plaud bietet zwar Optionen für lokale Speicherung auf dem Gerät selbst, aber für die KI-Funktionen muss das Audio dennoch in die Cloud. Wenn du mit sensiblen Informationen oder datenschutzkritischen Gesprächen arbeitest, solltest du das berücksichtigen.

    Plaud Alternativen

    Wenn Plaud nicht ganz zu dem passt, was du suchst, gibt es andere Optionen:

    • Otter.ai: Wähle dies, wenn du kein physisches Gerät kaufen möchtest. Otter ist eine reine Softwarelösung, die auf deinem Telefon oder Computer läuft. Es hat vergleichbare KI-Funktionen, aber du bist für die Aufnahmequalität auf dein Telefonmikrofon angewiesen.
    • Limitless (ehemals Rewind): Wähle dies, wenn du einen Always-on-Recorder suchst, den du als Kette trägst. Limitless ist ein tragbarer Anhänger, der kontinuierlich aufnimmt und alles indexiert. Es ist mehr auf persönliches Gedächtnis ausgerichtet als auf strukturierte Notizen.
    • Sony Voice Recorders: Wähle dies, wenn du kein Abonnement möchtest und KI nicht benötigst. Sony stellt traditionelle Diktiergeräte mit ausgezeichneter Hardware und Audioqualität her, jedoch ohne integrierte Transkription oder Zusammenfassungen. Du zahlst einmalig für das Gerät und sonst nichts.

    Häufig gestellte Fragen

    Hier sind Antworten auf die häufigsten Fragen zu Plaud:

    Kann Plaud Telefongespräche aufnehmen?

    Ja, die Plaud Note verwendet einen Vibrationssensor, der den Ton direkt vom Telefongehäuse aufnimmt. Das funktioniert mit jedem Telefon und jeder App, egal ob du über WhatsApp, Teams oder einfach die Standard-Telefon-App telefonierst. Du musst keine zusätzlichen Einstellungen anpassen.

    Ist ein Abonnement verpflichtend?

    Nicht für die Grundnutzung. Du kannst ohne Abonnement aufnehmen und abspielen. Aber für KI-Transkription und Zusammenfassungen benötigst du nach den kostenlosen 300 Minuten pro Monat ein kostenpflichtiges Abonnement. Ohne Abonnement ist es im Grunde nur ein Voicerecorder ohne smarte Funktionen.

    Wo werden meine Daten gespeichert?

    Daten werden über Google Cloud-Server in den Vereinigten Staaten und über OpenAI für die KI-Funktionen verarbeitet. Plaud bietet zwar Optionen für lokale Speicherung auf dem Gerät selbst, aber sobald du Transkription oder Zusammenfassungen möchtest, geht das Audio in die Cloud. Berücksichtige das, wenn du mit vertraulichen Informationen arbeitest.

    Fazit

    Plaud kombiniert solide Hardware mit praktischen KI-Funktionen in einem kompakten Format. Die Aufnahmequalität ist gut, der Akku hält lange, und die Ein-Knopf-Bedienung funktioniert intuitiv. Aber die App hat Kinderkrankheiten, der Kundenservice lässt zu wünschen übrig, und du bist für die meisten nützlichen Funktionen auf ein Abonnement angewiesen. Es ist eine gute Wahl, wenn du regelmäßig Gespräche dokumentieren musst und bereit bist, für Komfort zu bezahlen. Aber wenn du nur gelegentlich etwas aufnehmen möchtest oder keine Hardware kaufen willst, gibt es bessere Alternativen.

    Preise & Abonnements

    Alle verfügbaren Pläne im Überblick.

    StarterKostenlos
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    Pro
    USD17.99 /Monat
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    Unlimited
    USD29.99 /Monat
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    StarterKostenlos
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    Pro
    USD8.33 /MonatUSD 99.99 /Jahr
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    Unlimited
    USD20 /MonatUSD 239.99 /Jahr
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