Noteplan ist eine native Apple-App, die Notizen, Aufgaben und Kalender mit lokaler Markdown-Speicherung kombiniert. Amplenote funktioniert auf allen Plattformen und hilft Ihnen über den ‚Idea Execution Funnel‘, Ideen in Aktionen umzusetzen. Beide Tools machen viel das Gleiche, fühlen sich aber komplett anders an.
Noteplan in Kürze
Noteplan kombiniert die Bullet-Journal-Methode mit digitaler Geschwindigkeit. Sie erhalten einen Kalender, Notizen und Aufgaben in einer Oberfläche, die sich wie eine native Apple-App anfühlt. Alles wird lokal in Markdown-Dateien auf Ihrem eigenen Gerät gespeichert. Das Tool glänzt beim Timeblocking: Sie ziehen Aufgaben direkt in Zeitblöcke in Ihrem Kalender. Ideal für alle, die vollständig im Apple-Ökosystem arbeiten und Kontrolle über eigene Daten haben möchten.
Amplenote in Kürze
Amplenote funktioniert auf allen Plattformen und verwendet eine spezifische Methodik: den Idea Execution Funnel. Du beginnst mit ‚Jots‘ (schnelle Notizen), die du in Notes und anschließend in Tasks umwandelst. Das System gibt jeder Aufgabe einen ‚Task Score‘ basierend auf Dringlichkeit und Wichtigkeit. Das hilft beim Priorisieren, ohne dass du selbst darüber nachdenken musst. Das Tool hat einen kostenlosen Plan und funktioniert überall, erfordert aber, dass du den Workflow von Amplenote annimmst.
Noteplan vs Amplenote: die Unterschiede
Der größte Unterschied liegt in der Philosophie. Noteplan gibt dir Freiheit: Verwende Markdown wie du willst, organisiere deine Notizen wie es dir passt. Amplenote lenkt dich: Verwende Jots für schnelle Ideen, Notes für ausgearbeitete Gedanken, Tasks für Aktionen. Das klingt einschränkend, aber viele Nutzer schätzen gerade diese Struktur. Die Task Score-Funktion in Amplenote berechnet automatisch, welche Aufgaben Priorität verdienen, basierend auf Deadlines und Wichtigkeit. Noteplan hat das nicht – dort planst du manuell mit Timeblocking.
Die zweite große Kluft: Plattformen. Noteplan ist für Apple gebaut. Die iOS und macOS Apps sind blitzschnell und fühlen sich nativ an. Es gibt eine Webversion, aber die ist eingeschränkt. Nutzt du Windows oder Android? Dann wird Noteplan schwierig. Amplenote funktioniert überall: Windows, Linux, Android, iOS, Web. Der Preis, den du zahlst, ist eine Oberfläche, die sich weniger poliert anfühlt. Viele Nutzer nennen das Design ‚veraltet‘ oder ‚clunky‘, besonders im Vergleich zur schlanken Apple-Ästhetik von Noteplan.
Datenspeicherung unterscheidet sich fundamental. Noteplan speichert alles lokal in Markdown-Dateien. Öffnest du deine Dateiverwaltung, sind dort deine Notizen als .md Files. Das gibt Kontrolle und Geschwindigkeit. Amplenote arbeitet cloud-first: Deine Daten liegen auf ihren Servern (allerdings verschlüsselt). Du kannst nach Markdown exportieren, aber das ist ein zusätzlicher Schritt. Für datenschutzbewusste Nutzer ist dies ein Deal Breaker.
Die Kalenderintegration funktioniert anders. Noteplan zeigt deinen Apple Calendar oder Google Calendar direkt in der Oberfläche, und du kannst Aufgaben in bestimmte Zeitblöcke ziehen. Dieses visuelle Timeblocking ist das, worin Noteplan glänzt. Amplenote synchronisiert auch mit Google, Outlook und Apple Calendar, aber der Fokus liegt mehr auf Aufgabenlisten als auf visueller Terminplanung. Willst du deinen Tag in Blöcke einteilen? Noteplan. Willst du vor allem eine intelligente Aufgabenliste? Amplenote.
Beide Tools unterstützen bidirektionale Links zwischen Notizen. Du kannst in beiden Apps ein Wissensnetzwerk aufbauen. Amplenote hat kürzlich einen AI Search Agent hinzugefügt, der automatisch Verbindungen zwischen Notizen herstellt. Noteplan hat ein Plugin-System, mit dem du die Funktionalität mit Javascript erweitern kannst. Für technische Nutzer bietet das mehr Kontrolle, erfordert aber Programmierkenntnisse.
Die Preise im Vergleich
Amplenote hat einen kostenlosen ‚Personal‘ Plan. Das ist kein Trial, sondern eine dauerhaft kostenlose Version. Du kannst maximal 5MB an Dateien hochladen und vermisst Kalender-Synchronisation und Graph View. Für grundlegende Nutzung reicht es aus. Noteplan hat keinen kostenlosen Plan – nur eine Testphase von 7 Tagen. Danach wird alles read-only, bis du zahlst.
Bei kostenpflichtigen Plänen beginnt Amplenote bei € 5,84 pro Monat (Jahresabo, Pro-Tier). Das gibt dir Kalender-Sync und Graph View. Für € 10 pro Monat (Unlimited) bekommst du unbegrenzte Uploads und AI-Features. Noteplan kostet € 8,33 pro Monat bei einem Jahresabo. Monatlich zahlen kostet € 9,99. Du bekommst dann alles: alle Plattformen, alle Features, keine Einschränkungen. Noteplan ist auch in Setapp enthalten, was vorteilhaft sein kann, wenn du mehrere Mac-Apps nutzt.
Rechnest du es auf ein Jahr um? Amplenote Pro kostet € 70, Noteplan € 100. Dieser Unterschied von € 30 pro Jahr ist nicht enorm, aber Amplenote bietet mehr Plattformen für weniger Geld. Noteplan rechtfertigt den Preis mit nativer Geschwindigkeit und lokaler Speicherung.
Fazit
Amplenote gewinnt bei Preis und Zugänglichkeit. Der kostenlose Plan ist nutzbar, die kostenpflichtigen Versionen sind günstiger, und es funktioniert auf jeder Plattform. Die Task Score-Funktion ist einzigartig und wertvoll für diejenigen, die mit Prioritäten kämpfen. Noteplan gewinnt bei Geschwindigkeit, Design und Datenkontrolle. Wenn Sie vollständig im Apple-Ökosystem sind und Wert auf lokale Markdown-Dateien legen, ist Noteplan die bessere Wahl. Für die meisten Nutzer – besonders für diejenigen, die auf mehreren Plattformen arbeiten oder denen Budget wichtig ist – ist Amplenote die klügere Wahl.





