TickTick ist eine umfangreiche Produktivitäts-App mit Habit Tracker und Pomodoro-Timer. Google Tasks ist eine minimalistische Aufgabenliste, die nahtlos mit Gmail und Google Calendar zusammenarbeitet. Die Wahl hängt von Ihrem Bedarf ab: möchten Sie eine App mit allen Produktivitätstools oder eine einfache Aufgabenliste, die in Ihrem bestehenden Workflow verschwindet?
TickTick in Kürze
TickTick kombiniert Aufgabenlisten mit einem Kalender, Focus-Timer und Gewohnheitstracker in einer Oberfläche. Die App bietet verschiedene Ansichten wie Kanban-Boards und die Eisenhower-Matrix zur Priorisierung. Mit natürlicher Spracheingabe erstellen Sie schnell Aufgaben, indem Sie einfach „Meeting morgen 14:00“ eingeben. TickTick funktioniert auf praktisch allen Plattformen, einschließlich Linux. Der kostenlose Plan hat Einschränkungen: maximal 9 Listen, 99 Aufgaben pro Liste und keine Kalenderansicht. Für volle Funktionalität zahlen Sie € 3 pro Monat bei einem Jahresabonnement.
Google Tasks in Kürze
Google Tasks ist eine kostenlose Aufgabenliste, die als Seitenleiste in Gmail, Google Calendar und anderen Google-Apps erscheint. Du ziehst E-Mails direkt in deine Aufgabenliste und planst Aufgaben als Zeitblöcke in deinem Kalender. Die Benutzeroberfläche ist bewusst minimalistisch: Listen, Aufgaben, Unteraufgaben und Fälligkeitsdaten. Mehr nicht. Es gibt keine Tags, keine Filter und keine erweiterten Ansichten. Die App synchronisiert zwischen Web, Android und iOS, hat aber keine native Desktop-Anwendung. Google Tasks ist vollständig kostenlos ohne Einschränkungen bei der Anzahl der Aufgaben oder Listen.
TickTick vs Google Tasks: die Unterschiede
Der größte Unterschied liegt in der Philosophie. TickTick will ein komplettes Produktivitätssystem sein, in dem du deinen Tag planst, Gewohnheiten verfolgst und konzentriert mit dem Pomodoro-Timer arbeitest. Google Tasks will gerade unsichtbar sein: ein digitales Notizbuch, das immer griffbereit ist, wenn du sowieso schon in Gmail oder Calendar arbeitest.
Diese Philosophie spiegelt sich in den Features wider. TickTick hat intelligente Listen, mit denen du Aufgaben automatisch nach Tags, Priorität oder Kontext filterst. Du kannst Aufgaben eine Zeitdauer geben und sie als Blöcke in deinem Kalender planen. Die Eisenhower-Matrix hilft dir zu unterscheiden, was dringend ist von dem, was wichtig ist. Der integrierte Habit Tracker verfolgt, ob du täglich deine Ziele erreichst, komplett mit Streaks und Heatmaps. Und wenn du dich konzentrieren musst, startest du den Pomodoro-Timer mit optionalen Hintergrundgeräuschen.
Google Tasks hat das alles nicht. Keine Tags, keine Filter, keine Timer. Was es aber hat, ist eine perfekte Integration in das Google-Ökosystem. Ziehst du eine E-Mail zu Tasks? Der Link zu dieser Mail bleibt gespeichert. Planst du eine Aufgabe in Calendar? Diese erscheint direkt als Zeitblock. Nutzt du Google Assistant oder Gemini? Du erstellst Aufgaben mit deiner Stimme oder lässt AI sie aus anderen Dokumenten generieren. Dieser Workflow ist unschlagbar schnell, wenn du sowieso schon deinen ganzen Tag in Google-Apps verbringst.
Plattformunterstützung macht auch einen Unterschied. TickTick hat native Apps für Windows, Mac und Linux, plus mobile Apps und eine Webapp. Google Tasks hat nur mobile Apps und eine Webapp, die du über die Seitenleiste in anderen Google-Diensten öffnest. Arbeitest du viel offline auf deinem Laptop? Dann fehlt dir bei Google Tasks eine vollwertige Desktop-App.
Die kostenlosen Versionen unterscheiden sich enorm. Bei Google Tasks ist alles kostenlos ohne Einschränkungen. Bei TickTick bist du begrenzt auf maximal 9 Listen, 99 Aufgaben pro Liste, 19 Unteraufgaben pro Aufgabe und nur 1 Anhang pro Tag. Wichtiger: die Kalenderansicht, intelligente Listen und der Habit Tracker sind nur im Premium-Abonnement verfügbar. Für viele Nutzer ist der kostenlose Plan von TickTick zu eingeschränkt für ernsthaften Gebrauch.
Zusammenarbeit ist bei beiden Tools begrenzt. TickTick lässt dich Listen mit anderen teilen, die dann Aufgaben hinzufügen oder abhaken können. Google Tasks hat keine direkte Teilfunktion, es sei denn, du hast ein kostenpflichtiges Google Workspace-Konto. Für echte Teamzusammenarbeit sind beide Tools zu einfach.
Die Preise im Vergleich
Google Tasks ist vollständig kostenlos. Keine versteckten Kosten, kein Premium-Tier, keine Einschränkungen bei der Anzahl der Aufgaben oder Listen. Die einzigen kostenpflichtigen Funktionen befinden sich in Google Workspace-Abonnements für Unternehmen, aber die brauchst du als Privatperson nicht.
TickTick hat einen kostenlosen Plan mit strikten Limits. Für vollen Zugang zu allen Funktionen zahlst du € 3 pro Monat bei einem Jahresabonnement oder € 3,99 pro Monat, wenn du monatlich zahlst. Das sind € 36 bis € 48 pro Jahr für Features, die du bei vielen Konkurrenten kostenlos bekommst, wie eine Kalenderansicht. Andererseits erhältst du auch einen Habit Tracker, Pomodoro-Timer und erweiterte Filter, die Google Tasks schlichtweg nicht hat.
Die Frage ist, ob du für Funktionalität zahlst, die du brauchst, oder für Funktionalität, die schön zu haben ist. Brauchst du wirklich einen integrierten Focus-Timer oder nutzt du sowieso eine separate App? Musst du Gewohnheiten in derselben App wie deine Aufgaben tracken oder funktioniert ein dedizierter Habit Tracker besser? Für manche ist TickTick Premium jeden Euro wert. Für andere ist es Feature-Bloat, für das du zahlst.
Fazit
Wähle Google Tasks, wenn du im Google-Ökosystem lebst und eine einfache, kostenlose Aufgabenliste möchtest, die perfekt mit Gmail und Calendar integriert ist. Das Tool macht wenig, aber was es macht, funktioniert einwandfrei. Wähle TickTick, wenn du eine App für alle deine Produktivitätsbedürfnisse möchtest: Aufgaben, Kalender, Gewohnheiten und Fokus-Sitzungen. Du zahlst für diese All-in-One-Funktionalität, bekommst aber ein vollständiges System. Für Nutzer, die Einfachheit und Kostenlosigkeit schätzen, gewinnt Google Tasks. Für Power-User, die bereit sind, für erweiterte Features zu zahlen, gewinnt TickTick.







