Sie haben ein iPhone voller Apps. Eine für Ihre Aufgaben, eine für Ihren Kalender, eine für das Wetter und noch eine für Notizen. Jeden Morgen springen Sie zwischen vier Bildschirmen hin und her, um zu sehen, was Ihr Tag bringt. Finalist wirft das über Bord und packt alles in eine einfache Zeitleiste.
Wer steckt hinter Finalist?
Finalist ist die Idee von Slaven Radic, der die App 2023 über sein Unternehmen Diversion Marketing Inc. in Vancouver, Kanada, startete. Die Geschichte beginnt bei der Frustration mit bestehenden To-Do-Apps. Radic vermisste die Einfachheit von Papierplanern, bei denen man mit einem Blick den ganzen Tag überblickt, ohne durch Menüs navigieren zu müssen.
Er baute Finalist als einen „Liebesbrief“ an diese physischen Notizbücher, aber mit den Vorteilen eines digitalen Tools. Keine komplizierten Projektmanagement-Features oder Zusammenarbeitstools. Einfach ein Ort, an dem Sie Ihren Tag planen, wie Sie es auf Papier tun würden. Die App ist vollständig mit nativen Apple-Technologien wie SwiftUI entwickelt, was erklärt, warum sie sich auf iOS und macOS so flüssig anfühlt.
Die App hat mittlerweile mehr als 400 Bewertungen gesammelt und zieht vor allem Nutzer an, die genug von aufgeblähten Produktivitätstools haben. Radic entwickelt aktiv weiter und reagiert regelmäßig auf Feedback von Nutzern.
Für wen ist Finalist?
Finalist richtet sich an eine bestimmte Personengruppe. Wenn Sie ein Fan von Papierplanern sind, aber die praktischen Vorteile von digital vermissen, dann ist dies genau das, was Sie suchen. Das Apple-Ökosystem ist eine harte Voraussetzung, Sie müssen also ein iPhone, iPad oder Mac verwenden.
Minimalisten fühlen sich hier zu Hause. Keine endlosen Einstellungen, keine komplexen Projektstrukturen, keine Teams oder Zusammenarbeitsfunktionen. Sie planen Ihren Tag, kritzeln eine Notiz hin und legen los. Die App funktioniert perfekt für Menschen, die ihr persönliches Leben organisieren möchten, ohne dass es ein Projekt für sich wird.
Aber es gibt klare Grenzen. Android-Nutzer können nicht mitmachen. Teams, die gemeinsam an Projekten arbeiten, müssen woanders hin. Und wenn Sie ein Projektmanager sind, der Unteraufgaben, Abhängigkeiten und Gantt-Diagramme benötigt, dann suchen Sie das falsche Tool. Finalist macht bewusst weniger, und das ist genau der Punkt.
Was kann Finalist alles?
Die kostenlose Version bietet die Basisfunktionen, aber für Features wie Reminders-Integration und unbegrenzte Listen benötigen Sie einen kostenpflichtigen Plan. Hier ist, was Sie bekommen:
- Kombinierte Zeitleiste: Deine Aufgaben und Kalendertermine erscheinen in einer chronologischen Ansicht. Kein geteilter Bildschirm, keine separaten Tabs. Du siehst deinen ganzen Tag auf einen Blick, genau so, wie du es auf Papier machen würdest.
- Stündliche Wettervorhersage: Das Wetter steht direkt in deiner Planung. Praktisch, wenn du einen Spaziergang planst oder entscheiden musst, ob du das Fahrrad nimmst. Du musst nicht zu einer separaten Wetter-App wechseln.
- Habit Tracker mit Streaks: Verfolge Gewohnheiten und sieh, wie viele Tage du hintereinander etwas durchhältst. Der Streak-Zähler motiviert zum Weitermachen, ohne dass es zu einer Gameshow wird.
- Markdown-Unterstützung: Notizen schreibst du mit Markdown-Formatierung. Überschriften, Listen und Links funktionieren so, wie du es von anderen Texteditoren gewohnt bist. Kein WYSIWYG-Editor, der versucht, Dinge für dich zu korrigieren.
- Interaktive Widgets und Live Activities: Dein Homescreen zeigt deine anstehenden Aufgaben und Termine, ohne die App zu öffnen. Live Activities hält dich über das, was gerade läuft, auf dem Laufenden, direkt sichtbar auf deinem Lockscreen.
- iCloud-Synchronisation: Kein Account erstellen, kein Passwort merken. Alles synchronisiert über deine eigene iCloud zwischen deinem iPhone, iPad und Mac. Deine Daten bleiben bei dir.
- Drag-and-drop-Planung: Ziehe Aufgaben auf einen anderen Zeitpunkt oder Tag. Es fühlt sich intuitiv an, als würdest du Dinge auf Papier durchstreichen und neu schreiben, aber ohne unleserliches Gekritzel.
- Kalender-Integration: Finalist zeigt alle Kalender an, die du deinem Apple-Gerät hinzugefügt hast. Google Calendar, Outlook oder dein Standard Apple Calendar, es spielt keine Rolle. Alles kommt in dieser einen Zeitleiste zusammen.
Die Oberfläche bleibt absichtlich einfach. Keine Farbcodes für 47 verschiedene Projektkategorien. Keine Prioritätsstufen von 1 bis 10. Sie schreiben auf, was Sie tun müssen, ziehen es zum richtigen Zeitpunkt und fertig. Diese Einschränkung ist genau das, was viele Nutzer nach Jahren mit zu komplexen Tools suchen.
Was kostet Finalist?
Finalist hat eine kostenlose Version, mit der Sie die App ausprobieren können. Sie erhalten die Basisfunktionen, stoßen aber bei erweiterten Features auf Einschränkungen. Möchten Sie die vollständige Erfahrung, wählen Sie aus drei Bezahloptionen.
Das Monatsabonnement kostet 6,99 Dollar. Das ist ziemlich teuer für eine einfache Planungsapp, besonders im Vergleich zu TickTick oder Todoist. Das Jahresabonnement ist sinnvoller: 39,99 Dollar pro Jahr, was 3,33 Dollar pro Monat entspricht. Du sparst fast die Hälfte im Vergleich zur monatlichen Zahlung.
Aber die interessanteste Option ist die Lifetime-Lizenz für 79,99 Dollar. Einmal bezahlen und fertig. Keine Abonnements, an deren Kündigung du denken musst, keine Preiserhöhungen in zwei Jahren. Für Leute, die subscription fatigue hassen, ist das eine Wohltat. Nach zwei Jahren hast du die Kosten des Jahresabonnements bereits wieder reingeholt.
Es gibt keine kostenlose Testphase im traditionellen Sinne. Du kannst die kostenlose Version so lange nutzen, wie du möchtest, aber du siehst nicht alle Features. Es ist eher eine eingeschränkte Version als ein zeitlich begrenzter Trial. Du musst also ein bisschen raten, ob die bezahlte Version ihr Geld wert ist.
Worauf sollten Sie achten?
Die größte Einschränkung ist die Plattform-Unterstützung. Finalist existiert nur für das Apple-Ökosystem. Kein Android, kein Windows, keine Webversion. Wenn du auch nur ein Gerät außerhalb der Apple-Welt nutzt, kannst du diese App nicht überall verwenden. Das ist eine bewusste Entscheidung des Entwicklers, aber es schließt einen großen Teil des Marktes aus.
Es gibt keine native Apple Watch App. Du kannst Benachrichtigungen auf deiner Uhr empfangen, aber du kannst Aufgaben nicht abhaken oder deine Planung ansehen, ohne dein iPhone zu zücken. Für eine App, die sich um schnellen Zugriff auf deinen Tag dreht, fühlt sich das wie eine verpasste Chance an.
Nutzer mit extrem langen Aufgabenlisten berichten, dass die App langsamer wird. Wenn du Hunderte von Aufgaben hast, beginnt das Scrollen und Laden zu ruckeln. Finalist ist eindeutig für Leute gebaut, die ihre Liste täglich aufräumen, nicht für digitale Messies, die alles aufbewaren.
Komplexe wiederkehrende Aufgaben sind schwierig. Du kannst Aufgaben wiederholen lassen, aber fortgeschrittene Muster wie „jeden zweiten Dienstag im Monat“ funktionieren nicht gut. Wenn du regelmäßig solche Zeitpläne brauchst, stößt du an die Grenzen der App.
Die Wetteranzeige hat manchmal Bugs. Nutzer berichten, dass die Vorhersage nicht immer mit anderen Wetter-Apps übereinstimmt oder dass der Standort nicht richtig erkannt wird. Es ist ein nettes Extra-Feature, aber du kannst dich nicht blind darauf verlassen.
Zusammenarbeit fehlt vollständig. Du kannst keine Aufgaben mit anderen teilen, keine Listen gemeinsam verwalten, keine Kommentare für Teammitglieder hinterlassen. Finalist ist strikt persönlich. Für Arbeitsprojekte musst du ein anderes Tool hinzunehmen.
Finalist Alternativen
Finalist ist nicht die einzige minimalistische Planungsapp. Hier sind drei Alternativen, die du in Betracht ziehen solltest:
- TickTick: Wähle dies, wenn du auch auf Windows oder Android arbeitest. TickTick hat mehr Features als Finalist, wie Pomodoro-Timer und standortbasierte Erinnerungen. Es fühlt sich weniger minimalistisch an, aber du bekommst Cross-Plattform-Unterstützung und bessere Kollaborationstools.
- Todoist: Entscheide dich dafür, wenn du komplexe Projekte mit Unteraufgaben und Abhängigkeiten verwaltest. Todoist ist leistungsfähiger für Aufgabenverwaltung, vermisst aber die kombinierte Kalenderansicht, die Finalist so praktisch macht. Es ist mehr eine To-do-App als ein Tagesplaner.
- Apple Reminders: Wähle dies, wenn du keine zusätzliche App installieren und kein Geld ausgeben möchtest. Apple Reminders ist kostenlos, bereits auf deinem Gerät installiert und funktioniert prima für grundlegende Aufgabenverwaltung. Aber du vermisst die Zeitleiste, die Aufgaben und Kalender kombiniert, und die Oberfläche ist weniger angenehm für die Tagesplanung.
Jede Alternative hat ihre eigenen Stärken. TickTick gewinnt bei Vielseitigkeit, Todoist bei Leistung und Apple Reminders bei Bequemlichkeit. Finalist gewinnt bei Fokus und Einfachheit, aber nur wenn du vollständig im Apple-Ökosystem bist.
Häufig gestellte Fragen
Hier sind die am häufigsten gestellten Fragen zu Finalist:
Ist Finalist für Android verfügbar?
Nein, Finalist ist exklusiv für das Apple-Ökosystem entwickelt. Die App funktioniert auf iOS, iPadOS, macOS und visionOS. Es sind keine Pläne für eine Android-Version angekündigt, da die App vollständig mit Apple-spezifischen Technologien wie SwiftUI gebaut ist.
Benötige ich ein Konto, um Finalist zu verwenden?
Nein, du musst kein Konto erstellen. Finalist synchronisiert all deine Daten automatisch über deinen eigenen iCloud-Account. Das bedeutet auch, dass du kein separates Passwort merken musst und dass deine Daten nicht auf Servern von Drittanbietern gespeichert werden.
Kann ich meinen Google Calendar in Finalist sehen?
Ja, Finalist zeigt alle Kalender an, die du zu deinem iPhone oder Mac hinzugefügt hast. Wenn du Google Calendar oder Outlook mit deinem Apple-Gerät verknüpft hast, erscheinen diese Termine automatisch in der Finalist-Zeitleiste. Du musst nichts extra einrichten.
Fazit
Finalist ist eine ausgezeichnete Wahl, wenn du vollständig im Apple-Ökosystem unterwegs bist und genug von aufgeblähten Produktivitätstools hast. Die kombinierte Zeitleiste für Aufgaben und Kalender funktioniert genau so, wie du es dir erhoffst, und die Lifetime-Option bedeutet, dass du nicht ewig ein Abonnement bezahlen musst. Aber die Einschränkungen sind deutlich: kein Android, keine Webversion, keine Zusammenarbeit. Für persönliche Planung auf Apple-Geräten ist es eine Wohltat. Für alles darüber hinaus musst du woanders suchen.






